Grundstücksentwässerung
Grundstücksentwässerungsanlagen sind nicht nur die verkleinerten Ausgaben der großen kommunalen Netze. Das Abflussgeschehen z.B. weicht stark von dem eines innerstädtischen Hauptsammlers ab. Während dort ständig Wasser fließt, liegen die Grundleitungen von Einfamilienhäusern die meiste Zeit trocken. Andererseits kann hier schlagartig die Belastungsgrenze erreicht werden (z. B. in der Halbzeitpause eines Fußballspiels), während das Wasser im Hauptsammler nur um wenige Zentimeter und oft erst nach Stunden ansteigt.
Diesen und weiteren Unterschieden wird in Deutschland traditionell durch die Struktur der technischen Regelwerke Rechnung getragen. So ist auf den Grundstücken die DIN 1986 das Maß der Dinge und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden. Im kommunalen Bereich gibt dagegen die DWA mit ihren Arbeitsblättern die Regeln vor. Die im Grunde sinnvollen Bestrebungen nach einer europaweiten Normung haben zumindest hierzulande für große Unübersichtlichkeit gesorgt. In den neuen Europanormen DIN EN 752 (Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden) und DIN 12056 (Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden) wird die Grenze am Gebäude und nicht am Grundstück gezogen. In Deutschland wurde daraufhin mit der DIN 1986-100 (Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke - Teil 100: Zusätzliche Bestimmungen zu DIN EN 752 und DIN EN 12056) eine sogenannte "Restnorm" eingeführt, die die "alten Verhältnisse" zum Teil wiederherstellt. Im Ergebnis dessen haben sich Anzahl und Umfang der für Grundstücksentwässerungsanlagen gültigen Normen vervielfacht.
Um hier bestehen zu können, sind detaillierte Kenntnisse der Regelwerke und deren sichere Anwendung unverzichtbar. Unsere hohe Kompetenz auf dem Gebiet der Grundstücksentwässerungsanlagen hat in den letzten Jahren wesentlich zum Erfolg einer Vielzahl von Bauvorhaben beigetragen.
Wir planen für Sie (Auswahl):
- Grund- und Sammelleitungen für Schmutz-, Regen- und Mischwasser
(Neubau und Sanierung) - Abwasserhebeanlagen und sonstige Rückstausicherungen
- Versickerungsanlagen (sh. Regenwasserbewirtschaftung)
- Zisternen
Wir wenden dabei folgende Verfahren an (Auswahl):
- hydraulische Kanalnetzberechnungen nach DIN 1986-100
- hydrodynamische Kanalnetzberechnungen mit HYSTEM-EXTRAN (z. B. bei sehr großen bzw. vermaschten Netzen)
- hydrologische Simulationsverfahren (Prof. Sieker - STORM.RWB)
- Berechnungen nach ATV-DVWK A 138
Wir setzen dabei folgende Software ein (Auswahl):
- GeoVison³ 7.2 - Kanalplanung (für Neubauplanung)
- GeoVison³ 7.2 - Kanalkataster (für Sanierungsplanung)
- AutoDesk Civil 3D 2011 / AutoCAD 2011 / AutoCAD LT 2011
- itwh HYSTEM-EXTRAN 7.1
- itwh KOSTRA-DWD 2000
- eigene Excel-Applikationen
- Standard-Bürosoftware
- Bechmann AVAScript
- Standardleistungskataloge und Dynamischen Baudaten
- MS Project
